Ich vergebe mir

Mein Sohn ist inzwischen fast neun Jahre alt. Er ist am 23.01.2012 vier Wochen zu früh auf die Welt geholt worden. Es ging ihm nicht gut, er hatte Probleme zu atmen und wurde nach dem Kaiserschnitt gleich auf die Neugeborenenintensivstation gebracht. 


Seit dem beschäftigen mich folgende Fragen: Hätte ich ihm einen besseren Start ins Leben geben können? Bin ich daran Schuld, dass er heute noch Probleme hat sich zu konzentrieren? Hätte er bei einer normalen Geburt gleich an der Brust trinken können? 


Eine normale Geburt...Das war leider von der 15 SSW an unmöglich. Denn die Plazenta hatte sich genau über den Gebährmuttermund gelegt und bewegte sich da auch in den folgenden Wochen nicht weg. 


Plazenta Prävia: Das erste was man liest wenn man das googelt ist: Sturzblutung 😢. Dieser Gedanke verfolgte mich die gesamte Schwangerschaft über. Gefühlte 1000x bin ich nachts wach geworden, nachdem ich geträumt hatte in einer Blutlache aufzuwachen. Aber entgegen jeder Sorge hatte ich keine Blutungen.  Ich hatte auch keine Wehen, zumindest nicht bis zur 36 SSW. Wehen war das wovor die Ärzte Angst hatten, Wehen hätten die Plazenta verletzen können, im Anschluss wären Bennett und ich innerhalb von zwei Minuten verblutet. 


(Ich habe mehrmals die Zeit gestoppt...Wie lange braucht ein RTW vom Städtischen Krankenhaus bis zu uns nach hause. Leider waren es jedesmal weit über 2 Minuten. 


Um das Risiko von Blutungen,  aufgrund von Wehen, so gering wie möglich zu halten, hat man sich zu einem geplanten Kaiserschnitt am Morgen des 23.01.2012 entschieden, die Ärzte in der Uni wollten keinen Tag länger warten. 



Hier ist Bennett ca 3 Wochen alt 💖
Hier ist Bennett ca 3 Wochen alt 💖